fischertechnik-Computing


Die fischertechnik-Controller (TX, TXT, LT, BT Smart, ROBO Interface, Computing Interface, IO-Extension, ...) können mit unterschiedlichen Programmiersprachen gesteuert werden. Ausgeliefert werden die Controller mit der grafischen Programmierumgebung ROBO Pro, die einen sehr einfacher Einstieg in die Programmierung erlaubt.

Im Folgenden findet sich eine Übersicht der verschiedenen Programmiermöglichkeiten der fischertechnik-Controller.

1. ROBO Pro


ROBO Pro wird von fischertechnik seit über 20 Jahren (weiter)entwickelt. ROBO Pro ist eine Programmiersprache, die sich hervorragend für Programmieranfänger eignet, mit der sich aber auch komplexere Programmieraufgaben meistern lassen: Sie beherrscht alle Programmflussbefehle höherer Programmiersprachen, wird wie ein Programmablaufplan "gezeichnet", kennt alle notwendigen arithmetischen und logischen Operatoren, erlaubt parallele Prozesse, Unterprogramme und verfügt über unterschiedliche Anzeigeelemente, mit denen Daten ausgewertet und Systeme gesteuert werden können. ROBO Pro kann auf allen fischertechnik-Controllern verwendet werden; allerdings sind nicht alle Funktionen für alle Controller verfügbar (so gibt es bspw. die Kamera-Ansteuerung erst seit dem TXT oder wird das I²C-Protokoll erst seit dem TX unterstützt).

Hier gibt es eine kurze Einführung in ROBO Pro für Einsteiger.

2. Scratch


Die am Massachusetts Institute of Technology (MIT) entwickelte Einsteigerprogrammiersprache Scratch wird inzwischen in zahlreichen Schulen eingesetzt. Sie erlaubt eine sehr schelle Vermittlung der Grundlagen von Programmiersprachen (Kontrollstrukturen, Ereignisse, Operatoren) an sehr anschaulichen Ausgaben ("Bühne" mit Figuren und Objekten). Die Programme werden durch die Blockstruktur der Befehle sehr kompakt und auch für Einsteiger leicht verständlich.

Mit den von fischertechnik im Github zum Download bereitgestellten Programmen „FTScratchTXT“ und „FTScratchLT“ lassen sich seit Ende 2016 auch der Robotics TXT Controller und der LT Controller mit einer entsprechenden Befehlserweiterung direkt aus Scratch(X) ansteuern. Seit April 2018 gibt es auch ein "FTScratchBT" für den Bluetooth Smart Controller. Darüber können Sensoren ausgelesen (und als Ereignis interpretiert) und Aktoren (Motoren, LEDs etc.) gesteuert werden. Da Erweiterungen nur in ScratchX möglich sind, benötigt die Ansteuerung einen Internetzugang; die Programmierung selbst erfolgt im Browser.

Eine Einführung in die Programmierung der fischertechnik-Controller mit Scratch findet sich in ftpedia 1/2018, S. 69-78.

3. Brickly


Die fischertechnik-Community hat für den TXT Controller eine eigene, verbesserte Firmware bereitgestellt. Für diese Firmware hat Till Harbaum eine an Googles Blockly angelehnte grafische Programmiersprache entwickelt, mit der der TXT Browser-basiert programmiert werden kann - Brickly. Die Programmiersprache eignet sich vor allem für Kinder und erfordert keinen PC: die Programmierung kann mit einem beliebigen Browser auf einem beliebigen Tablet oder Smartphone erfolgen; die Verbindung zum TXT erfolgt dabei über WLAN.

Eine Einführung in die Installation und Nutzung von Brickly findet sich in ft:pedia 1/2017, S. 92-98.

4. StartIDE


Ein mit der Community-Firmware ausgestatteter TXT Controller kann auch direkt über den Touch-Screen des Controllers mit der StartIDE, einer mit der Community-Firmware ausgelieferten und von Peter Habermehl entwickelten App programmiert werden.

Eine Einführung in die StartIDE findet sich in ft:pedia 1/2018, S. 102-107; auf den Folgeseiten der Ausgabe gibt es einige Beispielprogramme von Rolf Meingast.


5. Python


6. C++