RoboCup 2017


Bericht vom Qualifikationsturnier in Vöhringen, 18.-19.02.2017


Zum vierten Mal startete die fischertechnik-AG beim Qualifikationsturnier des RoboCup Junior, diesmal wieder in Vöhringen, in der Liga "Rescue Line" mit einem Rettungs-Roboter des Teams RobCross (Yannik Tausch und Magnus Fox), einer kompletten Neuentwicklung, die auf den Erfahrungen des vergangenen Jahres aufbaute. Knapp vier Monate hatte das Team an dem Roboter entwickelt und den Antrieb (stärkere Motoren), den "Grip" der Raupenketten, die Sensorik (hochwertige Farbsensoren am I²C-Bus), die Programmlogik und die Greifermechanik verbessert. Die Aufgabenstellung und die Regularien des Wettbewerbs waren mit denen des Vorjahrs identisch. Da auch diesmal ein Teammitglied zum Turnierzeitpunkt bereits 15 Jahre alt war, musste das Team in der Klasse "Secondary" antreten - als eines der jüngsten von insgesamt 28 gemeldeten Teams.
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Roboter des RobCross-Teams beim RoboCup-Qualifikationsturnier in Vöhringen

Die Vorbereitung gelang dem Team so professionell wie noch nie: Für jede einzelne Teilaufgabe des komplexen Roboters hatten die beiden mehrere Lösungsvarianten prototypisch realisiert, dokumentiert und bewertet; der Roboter war intensiven Tests unterzogen worden und beherrschte die meisten Teilprobleme souverän. Im Turnier aber traf das Team auf die harte Realität: In den ersten drei Wertungsläufen verloren sie wertvolle Punkte an Rampen (eine Schwäche des Roboters), durch wechselnde Lichtverhältnisse (sie hatten keine Kalibierung der Farbsensoren vorgesehen) und eine z.T. grenzwertige Parcoursgestaltung (eine tiefergelegte Silberfolie, sodass der Roboter die Reflektion nicht erkannte; beim Umfahren eines Hindernisses blieb der Roboter an einer Rampe hängen). Dank Videoauswertung konnte das Team einige der Probleme noch im Wettbewerb beseitigen - es reichte aber nur für den 16. Platz (für die Qualifikation zum Deutschland-Cup in Magdeburg hätte es unter den ersten acht Teams sein müssen). Dennoch kann das Team stolz auf die Leistung sein: sechs Plätze besser als im Vorjahr und einem Roboter, der die überwiegende Anzahl der Teilaufgaben perfekt beherrscht.


Daher rechnet sich das Team auch gute Chancen beim bevorstehenden 3. Karlsruher Schul-Robotik-Cup 2017 aus - vielleicht reicht es ja diesmal sogar für's Treppchen.