RoboCup 2016

Bericht vom Qualifikationsturnier in Vöhringen, 20.-21.02.2016


Auch in diesem Jahr nahmen zwei Teams der fischertechnik-AG am Qualifikationsturnier in Vöhringen (20.-21.02.2016) für den RoboCup GermanOpen 2016 in der Liga „Junior Rescue Line A“ teil.
Für diesen Wettbewerb musste jedes Team einen autonomen Roboter entwickeln, der
  • einer (teilweise auf einer Länge von 10-15 cm unterbrochenen) Linie folgt
  • Hindernisse auf der Linie umfährt und auf der Linie angebrachte „Bumper“ und ausgestreute Hindernisse (Zahnstocher) bewältigt
  • an Kreuzungen in der mit einem grünen Punkt markierten Richtung abbiegt
  • ein 25 cm breites und ebenso hohes Tor durchfährt
  • eine Rampe mit 22,5 % Steigung bewältigt
  • einen offenen Raum (ohne Linienführung) erkennt
  • in dem Raum mehrere „Opfer“ (silberne, spiegelnde und elektisch leitende Kugeln) findet, ergreift, anhebt und in einem Behälter in einer Ecke des Raumes ablegt.
Die Gesamtstrecke musste innerhalb von acht Minuten durchfahren werden.
Die Regularien des Junior-Rescure-Line-A-Wettbewerbs wurden gegenüber dem vergangenen Jahr an einigen Stellen modifiziert (im Dokument rot unterlegt).

Die neuen Regularien enthielten auch einige neue Streckenverläufe auf den Wettkampfkacheln: sehr enge Linienführungen, abrupte Richtungswechsel, Kreise mit Abzweigungen.

Gewertet wurden die zwei besseren von drei Wettläufen. Wegen der großen Teilnehmerzahl qualifizierten sich die besten sieben Teams für die Teilnahme beim RoboCup German Open in Magdeburg.

Die beiden Bismarck-Teams starteten diesmal in derselben Altersklasse: Das Team „RobCross“ (Magnus Fox, zum zweiten Mal am Start) und das Team „RoBoss“ (Johann Fox, Robin Pfannendörfer, David Kaufmann; zum dritten Mal beim RoboCup) in der Klasse „Secondary“ (14 bis 19 Jahre). Beide Teams hatten bereits Erfahrungen beim RoboCup gesammelt und traten nun mit überarbeiteten und verbesserten Robotern an. Besondere Schwierigkeiten bereiteten beiden Robotern schon bei den vorausgegangenen Trainingsterminen die steile Rampe (die Reifen griffen auf der glatten Oberfläche schlecht und an den Knickkanten drohte der Roboter aufzusetzen) und die Erkennung der grünen Punkte an den Abzweigungen mit dem verwendeten Farbsensor.
Dennoch machte sich vor allem das Team RoBoss Hoffnungen auf eine Platzierung, denn das Sammeln der "Opfer" im Rettungsraum funktionierte mit einem einfachen, aber eleganten und zuverlässigen Hebemechanismus. Tatsächlich gelang es dem Roboter auch bei einem Durchlauf, mehrere Kugeln abzulegen. Allerdings scheiterte der Roboter mehrmals am Spurverlauf und verlor so wertvolle Punkte. Mit insgesamt 325 Punkten reichte es allerdings nur für einen Platz 11.
Der RobCross-Roboter war vom Pech verfolgt und erreichte in zwei der drei Durchläufe keinen einzigen Punkt, im dritten immerhin 55. Für einen Platz auf dem Treppchen genügte das leider nicht mehr.
RoBoss beim RoboCup-Qualifikationsturnier in Vöhringen 2016.jpg
Team RoBoss: Johann Fox, David Kaufmann, Robin Pfannendörfer

RobCross beim RoboCup-Qualifikationsturnier Vöhringen 2016.jpg
RobCross: Magnus Fox
Aber - wie jedes Jahr - ist "nach dem RoboCup" bekanntlich "vor dem RoboCup": Am 04.06.2015 wollen beide Teams ihre Roboter auf dem „2. Karlsruher Schul-Robotik-Cup“ in der Aula des Bismarck-Gymnasiums gewinnen sehen. Und sind hoffentlich motiviert, ihre verbesserten Roboter auch 2016 wieder beim RoboCup ins Rennen zu schicken.