Endlagenschaltung


Eine häufige Aufgabenstellung z. B. bei der Konstruktion von Kränen oder Transporteinrichtungen ist, einen automatischen Stopp des Motors vorzusehen, wenn das Ende einer Schiene oder einer Auslenkung ("Endlage") erreicht ist. Das funktioniert zunächst relativ einfach mit einem Taster, der an der Endlage angebracht wird und den Stromkreis unterbricht. Wie aber lässt sich er Motor wieder in der entgegengesetzten Richtung starten?
Dafür gibt es eine elegante Konstruktion, die Endlagenschaltung genannt wird.

Betrachten wir zunächst einmal das Schaltbild einer einfachen Schaltung, die über einen Taster einen Motor aktiviert.
Schaltbild Motorsteuerung I.jpg
Abb. 1: Motursteuerung mit Taster

Will man einen Motor in zwei Richtungen steuern, genügen zwei Taster - und die passende Schaltung. Abb. 2 zeigt eine Wechselschaltung, die zudem Kurzschlussfest ist und den Elektromotor abrupt stoppt, wenn einer der Taster gelöst wird.
Schaltbild Motorsteuerung II.jpg
Abb. 2: Wechselschalter; Motoren laufen nicht nach

Wenn der Motor automatisch an einer definierten Position stoppen soll, bauen wir einen Endlagentaster (E) ein, der den Stromkreis unterbricht, sobald er betätigt wird. Das Raffinierte an der Schaltung: mit dem Taster für die Gegenrichtung wird die Unterbrechung überbrückt, dadurch kann das Modell wieder zurückbewegt werden (Abb. 3).
Schaltbild Motorsteuerung III.jpg
Abb. 3: Endlagentaster E unterbricht den Stromkreis, wenn er betätigt wird.

Für die Gegenrichtung können wir nun einen zweiten Endlagentaster in die Schaltung integrieren, der ebenfalls von dem Taster für die Gegenrichtung überbrückt wird (Abb. 3).
Schaltbild Motorsteuerung IV.jpg
Abb. 4: Motorsteuerung mit zwei Endlagentastern; Motoren laufen nicht nach


[1] Stefan Falk: Motorsteuerungen (Teil 2). ft:pedia 2/2011, S. 19-25.
[2] fischertechnik: Portalkran (mit Endlagenschaltung), aus: hobby3 Band 2, fischer-Werke, 1971, S. 49-55.