Elektromotor


Im Jahre 1819 entdeckte der dänische Physiker und Chemiker Hans Christian Ørsted (1777-1851), dass Strom, der durch einen elektrischen Leiter fließt, ein Magnetfeld erzeugt. Kurz darauf gelang es dem Engländer Michael Faraday (1791-1867), einen Strom durchflossenen Leiter um einen Magneten kreisen zu lassen - das Prinzip des Elektromotors war entdeckt.

Bis zum ersten einsatzfähigen Elektromotor vergingen allerdings noch ein paar Jahre. Der erste Elektromotor wird dem gebürtigen deutschen Ingenieur Moritz Hermann von Jacobi (1801-1874) zugeschrieben: 1834 entwickelt, trieb er 1838 ein Passagierboot auf der Neva (bei St. Petersburg) an (Abb. 1).

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Abb. 1: Jacobi-Motor von 1834


Mit fischertechnik lässt sich ein ähnlich einfacher Elektromotor konstruieren. Die Polung der Elektromagneten erfolgt dabei nicht durch Schleifkontakte (wie beim Jacobi-Motor), sondern durch einen Taster und ein Relais (Abb. 2). Eine ausführliche Darstellung der Geschichte des Elektromotors mit verschiedenen fischertechnik-Modellen findet sich in [5].

Abb. 2: Einfacher Repulsionsmotor mit Neodym-Magneten und Relais
Abb. 2: Einfacher Repulsionsmotor mit Neodym-Magneten und Relais


Quellen

[1] fischer-Werke: Repulsionsmotor, Club-Heft 01-1973, S. 20-22.
[2] Jörg Richter: André-Marie Ampère und der Elektromagnetismus. Sendereihe ‚Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik’, ARD, 2006.
[3] Werner Kiefer: Michael Faraday: Strom aus Magneten. Sendereihe ‚Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik’, ARD, 2004.
[4] Dirk Fox: Elektromotor. ft:pedia 3/2013, S. 4-8.
[5] Der Elektromotor. In: Dirk Fox, Thomas Püttmann: Technikgeschichte mit fischertechnik, dpunkt-Verlag 2015.